"Die Ingolstädter Altstadt muss sich gegenüber Ihrer Konkurrenz von außen behaupten und sollte ihr auch beim Thema Kinos nicht nachstehen! Viele Besucher der Innenstadt wünschen sich, das Einkaufserlebnis oder den Restaurantaufenthalt mit einem Kinobesuch zu verbinden. Sie hätten damit einen weiteren Grund, in die Innenstadt zu gehen und auch nach Geschäftsschluss dort zu bleiben. Die Innenstadt braucht ihre Altstadtkinos, um den Bewohnern und Besuchern dieses kulturelle Bedürfnis wieder erfüllen zu können!" Thekla Hellwig, City-Managerin des Stadtmarketing Verein IN-City
„Um sowohl der schleichenden kulturellen Verarmung als auch einer wahllos um sich greifenden Blockbusterisierung der Boomtown Ingolstadt Einhalt zu gebieten, müssen unter anderem die schönen Altstadtkinos dringend reanimiert und fester Bestandteil einer bis dato brachliegenden Nahversorgung in Sachen „Filme und mehr“ werden. Erstaunlich, dass deutlich kleinere bayerische Städte wie zum Bespiel Amberg mit ausgesuchtem Programm in feinem Ambiente aufwarten. Ermutigend, dass die Initiative Programmkino in Würzburg mit Unterschriftenaktionen und Symposien erfolgreich gegen den Leerstand ihrer Altstadtkinos ankämpft. Ernüchternd, dass die Situation in Ingolstadt seit nunmehr eineinhalb Jahren stagniert. Enttäuschend, wenn gutes Kino in dieser Stadt keine Chance hätte.“ Chris Neuburger, Sänger der Band Slut und Architekt
"Ingolstadt braucht seine Altstadtkinos. Der Oberbürgermeister hat zwar die Vermittlung leer stehender Häuser in die Hand genommen - mit dem schönen Ergebnis, dass neue Wohnungen entstehen und immer mehr Menschen in die Altstadt ziehen. Damit ist es aber nicht getan. Denn gleichzeitig schließen immer mehr Geschäfte. Die Altstadt, die doch attraktiver werden soll, verkümmert zum reinen Wohnviertel. Fehlt nur noch, dass Cinema und City an der Manggasse auch noch abgerissen werden und dort ein Studentenwohnheim gebaut wird. Wie auf der Fläche des einstigen Roli-Kinos an der Dollstraße. Oder vielleicht noch mehr edle Altstadtwohnungen, wie auf der Fläche der einstigen Kinos Central und Bambi an der Spitalstraße? Schreckliche Vorstellung. Zum Glück steht das Union-Kino an der Josef-Ponschab-Straße unter Denkmalschutz. Da dürfte es zumindest nicht abgerissen werden. Aber ist das wirklich die einzige Hoffnung? Dass der Denkmalschutz das Schlimmste verhindert? Ich hoffe, dass dem OB und den Stadträten Daumenkino auf Dauer nicht reicht. Vielleicht ist die Initiative der Kinofreunde ja der entscheidende Stupps, den die Politik braucht, um endlich aufzuwachen. Noch ist es nicht zu spät." Martin Schwarzott, Leiter der Lokalredaktion des DONAUKURIER.
"Ingolstadt hat jetzt eine Chance wieder mehr Leben, Kultur, Spaß und (junge) Leute in die Innenstadt zu bekommen. Einige Jahre nachdem die Altstadtkinos geschlossen haben, ist derzeit (immer noch) im Gespräch ein Altstadtkino zu betreiben und eine Kulturwerkstatt im ehemaligen UNION, konzipiert von aktiven Kulturschaffenden unserer Stadt. Kino und Film sind ein wichtiger Kultur- und Freizeitbereich, so etwas gehört nicht an den Stadtrand, sondern zu einer lebendigen Innenstadt. Die Stadt hat jetzt die Chance, zu unterstützen und trägt auch Verantwortung für ein Gelingen." Petra Kleine, Stadträtin Grüne
"Wir brauchen endlich wieder g'scheite Filme in der Stadt. Ich will anspruchsvolles Kino sehen und das gibt es im Cinestar am Westpark meiner Meinung nach nicht. Mein Herz und meine Seele hängen einfach immer noch an den Altstadtkinos" Jeanette Mengele, ehemalige Betreiberin der Altstadtkinos.
